Der Landeanflug auf Palma de Mallorca beginnt, und vor dem Fenster breitet sich eine Szenerie aus, die mehr verspricht als nur ein bloßer Übergang von Luft ins Schiff. Unter uns der Hafen mit seinen emsigen Fährschiffen, die Namen „BALEARIA“ und „GNV“ tragen, fast so, als wären sie alte Bekannte der Mein Schiff Relax, die bereits geduldig seit Stunden ihre Morgenrunde drehen. Majestätisch thront unser weißes Kreuzfahrtschiff am Pier, mit seinen rot-weißen Rettungsbooten wie kleine Wachen, die das große Schiff beschützen. Carlexander seufzt leise und blickt aus dem Fenster: „Palma empfängt uns mit viel Trubel und Bergen. Nicht ohne Charme, wenn man nicht gerade Gepäck schleppen muss.“

In Palma angekommen, zieht sich die Luft leicht schwül und urban um uns zusammen, während wir uns durch die Check-in-Halle schlängeln. Das blaue Schild fordert pflichtbewusst zur Bereitschaft der Reisedokumente auf, und die Schlange der Suiten-Gäste bewegt sich mit gemächlicher Gleichmütigkeit voran. Carlexander, stets mit seiner roten Brille auf der Nase, wirft einen Seitenblick auf die Wartenden: „Die Miene der Ankommenden schwankt zwischen Vorfreude und respektvollem Staunen. Die gelben Deckenleuchten werfen ein warmes Licht auf die angespannte Vorfreude.“ Briemma, die den eleganten Gehstock sicher in der Hand hält, murmelt trocken: „Reisen ist wie ein Ritual, dieser Check-in hier der erste Akt.“

Kaum an Bord, ist die X-Lounge unser erster Hafen der Gemütlichkeit. Doch zunächst fallen die vielen Koffer ins Auge, ordentlich aufgereiht an einer Ecke. Fünf Reisetaschen, von denen einige fast nach Verhandlungen zwischen Inhalt und Ordnung aussehen, lehnen sich entspannt an die Wand. Ein stummer Zeuge der Ankunft, der still die Geschichten von Städten und Häfen in sich trägt. Carlexander beobachtet die Szene beim Vorbeigehen: „Gepäckberge sind die ersten Verhandlungszonen des Urlaubs. Wer trägt mehr Erinnerungen?“

Das Empfangsbuffet in der X-Lounge setzt Maßstäbe für unseren ersten kulinarischen Eindruck. Kleine Gläser mit vielschichtigen Schichtofenschichten, mal cremig, mal fruchtig, präsentieren sich hinter einer Glasbarriere wie Kunstwerke in einer Galerie. Die liebevoll arrangierten Wraps, umrahmt von frischen grünen Blättern und leuchtenden roten Beeren, wirken fast zu schön zum Essen. Carlexanders Kommentar: „Ein Buffet, das zugleich Einladung und Herausforderung ist, der Kampf der Auswahl beginnt schon vor dem Tellerrand.“

Frische Früchte zeigen sich als lebendiger Willkommensgruß. Ananas in sattem Gelb, Wassermelonenstücke sowie ein Regenbogen von Beeren laden ein, den Tag vitaminreich zu begrüßen. Im Hintergrund engagieren sich Mitreisende am Buffet, die Scheiben von Käse und Crackern greifen oder die farbenfrohe Exotik der Früchtebewunderung mit einem prüfenden Biss bestätigen. Briemma nickt: „Selbst bei der Aussicht auf Sonne und Meer ist es das Frühstück, das als erster Genuss die Seele füttert.“

Das Menü der X-Lounge liest sich wie eine Einladung zu einer kulinarischen Weltreise: von der Vorspeise mit Schwarzwälder Schinken-Röllchen bis hin zur gratinierten Hummer-Thermidor im Spezialangebot. Die Preise sind dezent, die Vielfalt groß. Carlexander blättert aufmerksam die Karte durch und meint lakonisch: „Vorsicht, das Angebot könnte den Magen überfordern, noch bevor die Reise richtig begonnen hat.“

Das Frühstück am Morgen zeigt sich dann als Kunst des kulinarischen Gleichgewichts. Zarte Blinis liegen neben zwei Farben von Fischeiern, begleitet von einem Hauch von Räucherlachs, der mit Dill umgarnt scheint. Selbst der kleine Tortilla-Wrap wirkt fast zerbrechlich angesichts dieser luxuriösen Szenerie. Carlexander beobachtet, wie die Atmosphäre langsam leichter wird: „Das Frühstück hier ist weniger Mahlzeit, mehr Einstieg in eine Welt, die leicht und überraschend wirkt.“

Dem Empfangsritual wird mit einem Glas roséfarbigen Champagners in der X-Lounge stilvoll Rechnung getragen. Das Kondenswasser an den Gläsern verrät die Frische des Moments, während der Tee mit Beeren- und Holunderduft ein beruhigendes Pendant bildet. Briemma, die sich zu einem Blick auf die Gäste umdreht, flüstert fast: „Ein kleines Fest des Willkommen seins, das mehr aussagt als Worte.“

Das Außendeck der X-Lounge präsentiert sich bei strahlendem Himmel als verträumte Bühne für entspanntes Miteinander. Wickerstühle mit bequemen Polstern, kleine Gesellschaften im Gespräch, der Hafen sichtbar, die Mein Schiff Relax im Hintergrund majestätisch geparkt. Carlexander lehnt sich zurück, die rote Brille etwas tiefer gerutscht: „So soll Urlaub sein Gespräche, frische Luft und dieses gewisse Meer, das alles entschleunigt.“

Ein Teller mit exotischem Obst und kleinen Pfannkuchen wird zum stillen Versprechen eines ausgedehnten Frühstücks. Drachenfrucht, süße Feigen und Beeren in leuchtendem Mix wirken fast wie der exotische Schlüssel für den Tag. Briemma nimmt einen Bissen der kleinen Pfannkuchen, nickt zustimmend: „Manchmal liegt in den einfachen Dingen die größte Freude.“

Mit dem Bordprogramm in den Händen wird der Tagesablauf zwischen Entspannung und Showkunst sichtbar gemacht. Aus dem Text lächelt uns eine Einladung zum Konzert von Robbie Williams entgegen, ein „Special Act“, der einen inneren Puls höher schlagen lässt. Carlexander blättert und liest vor: „Alle an Bord um 16:30. Sicherheitseinweisung von 14:30 bis 16:30. Ein straffer Zeitplan, aber gut geplant.“ Briemma gibt lakonisch zurück: „Gut geplant, nur die Zeit fehlt manchmal zum Genießen.“

Die Programmübersicht offenbart das Dilemma des Reisens: zu viel zu wollen und zu wenig Zeit dafür zu haben. Workshops, Shows, Tanzkurse, Pokerturniere und DJ-Sets reihen sich aneinander wie bunte Perlen einer Tageskette, und doch schafft kaum jemand den ganzen Überblick. Carlexander seufzt, während er die Seiten betrachtet: „Das Leben an Bord ist eine Symphonie aus Möglichkeiten. Der wunde Punkt liegt im Spiel der Zeit, zu viel Angebot, zu knappe Stunden.“ Briemma antwortet mit einem schmunzelnden Blick: „Schon gut, wenn man sich mit dem Swing der Wellen zufriedengibt.“
