Lokale LLMs mit Ollama

Lokale LLMs mit Ollama einzubinden klingt zunächst angenehm übersichtlich.

Beobachtungen aus dem Maschinenraum

Man installiert ein Modell, verbindet es mit der Pipeline und erwartet eine kleine, zuverlässige Maschine, die im Hintergrund Texte erzeugt, Fakten respektiert und sich an Absprachen hält.

Dann beginnt die eigentliche Beobachtung.

Qwen liefert technisch brauchbare Struktur, klingt aber stellenweise, als hätte es Deutsch auf einem Umweg über ein schlecht sortiertes Bordprogramm gelernt. Mistral schreibt flüssiger, erfindet dafür gelegentlich selbstbewusst neue Szenen. Gemma betrachtet JSON eher als freundliche Empfehlung. Und irgendwo dazwischen sitzt man als Entwickler vor einem lokalen Modell, das eine einzelne spitze Klammer ausgibt und damit offenbar seinen Beitrag zur Wertschöpfung geleistet hat.

Die spannende Erkenntnis ist nicht, dass lokale Modelle schlechter sind. Das wäre zu einfach.

Die spannende Erkenntnis ist, dass sie gnadenlos zeigen, welche Teile einer Pipeline wirklich robust sind. Parser, Modellprofile, Repair-Flows, Quality-Reports, Faktenprüfung, Bildreihenfolge. Alles, was bei einem starken Cloud-Modell höflich kaschiert wird, steht lokal plötzlich im hellen Maschinenraumlicht.

Für mich sind lokale LLMs deshalb aktuell kein Ersatz für produktionsnahe Qualitätsmodelle. Sie sind eher ein sehr brauchbarer Stresstest.

Und wie so oft in Organisationen gilt auch hier:

Wenn ein System nur mit den sehr Fähigen funktioniert, ist nicht das System stabil. Dann hatte man bisher nur Glück mit der Besetzung.

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