Tag 1 von 1
Eventbericht
Geburtstagsessen von Briemma bei Vinci
26. Juli 2026 · Geburtstagsessen von Briemma bei Vinci · Folge 1 von 1
Zum Geburtstag von Briemma fuhren wir mit Mutti und dem Hausfreund ins lokale Fine-Dining-Restaurant mit sardischer Küche in Bedburg. Vinci war für diesen Anlass genau die richtige Wahl. Es war ein Traum und immer wieder gern.
Schon beim Eintreten wirkte das klassische Ambiente mit Holzverkleidungen, Bar und warmer Beleuchtung angenehm vertraut. Briemma fühlte sich sofort heimisch, und Carlexander erklärte die Platzwahl innerlich bereits für genehmigt. Sein Sinn für Komfort brauchte erfreulich wenig Überzeugungsarbeit.

Am gedeckten Tisch sorgten rote Rosen und die passende Dekoration dafür, dass Briemmas Geburtstag seinen gebührenden Rahmen bekam. Eine Flasche Roséwein wartete ebenfalls in der Runde. Mutti prüfte kurz ihren Lippie und zeigte sich mit der festlichen Lage ausgesprochen zufrieden.
Vinci begrüßte uns herzlich und kannte unsere Gewohnheiten längst. Auch seine Frau, die Köchin Valeria, kam zur Begrüßung und herzte uns. Diese Herzlichkeit galt ebenso den anderen Gästen, denn bei Vinci war jede und jeder willkommen.
Mutti strahlte und sagte: „Hörst du, hier wird man ja richtig aufgenommen.“ Carlexander schenkte ihrem ersten „Hörst du“ die kontrollierte Aufmerksamkeit, die ein Familienabend verlangte. Briemma freute sich schlicht darüber, wieder hier zu sein.
Fabio musste nicht erst nach unseren Getränkewünschen fragen. Er brachte Prosecco für die Damen und roten Portwein für die Herren. „Der Ablauf war vorbildlich vorbereitet“, stellte Carlexander fest, worauf Briemma trocken erwiderte: „Er kennt uns einfach.“



Mit Olivenöl und Balsamico, Oliven und herrlich softem Brot kam der erste Gruß aus der Küche. Dazu gehörte eine Olivenölteller mit Balsamico, die mit Oliven, Blütenblättern und dunkler Sauce fein angerichtet war. Der Abend nahm damit ohne unnötige Umwege Fahrt auf.
Carlexander tauchte sein Brot mit der Ernsthaftigkeit eines geprüften Verfahrens in das Olivenöl. „Die Grundlage war belastbar“, urteilte er knapp. Briemma probierte längst und antwortete: „Dann kannst du jetzt auch essen.“

Danach kamen die Guillardeau-Austern auf Eis, begleitet von Salat, Zitrone und kleinen Zwiebelwürfeln. Mutti war in die glitschigen Dinger regelrecht vernarrt. Carlexander genoss schweigend, was bei ihm als besonders überzeugende Bewertung galt.
Briemma rümpfte dagegen die Nase und ließ ihre Begeisterung in überschaubaren Grenzen. Mutti wandte sich unverdrossen den Austern zu, während ihr Lippie auch diese kulinarische Herausforderung tadellos überstand. Carlexander sah keinen Anlass, die friedliche Verteilung der Vorlieben neu zu verhandeln.

Bei den Vorspeisen bekam Mutti ihre immer wieder gern bestellte Jakobsmuschel. Sie war gegrillt, cremig gefüllt und mit Kräutern und Parmesan angerichtet. Mutti widmete ihr sofort jene Aufmerksamkeit, die sie sonst längeren Familiengeschichten vorbehielt.
Auch die Garnelenpfanne mit Kräutern und Knoblauch gehörte zu den bewährten Freuden des Hauses. Carlexander betrachtete die Auswahl kurz wie eine umfangreiche Tagesordnung. Dann gab er die organisatorische Zurückhaltung auf und genoss.
Briemma machte sich freudig über das Octopus-Carpaccio mit Salat, Tomatenwürfeln, grünem Pfeffer und Zitrone her. Das klassische Rindercarpaccio mit Rucola und Parmesan überzeugte ebenfalls wie bei jedem Besuch. „Die Reihenfolge war also geklärt“, bemerkte Carlexander, obwohl Briemma sie längst praktisch umgesetzt hatte.
Von Muttis Jakobsmuschel blieb bald nur das leere Gehäuse mit wenigen Kräutern und einem kleinen Rest Sauce zurück. „Leider aufgegessen“, stellte Briemma fest. Mutti nahm das als Kompliment an die Küche und keineswegs als Grund zur Klage.





Beim Hauptgang blieb Mutti klassisch und wählte den Lachs mit Kartoffeln, Bohnen und Spinat. Die üppige Sauce veranlasste sie allerdings zu einer sofortigen Mengenprüfung. „Wer soll das alles essen, und glauben die, wir sind verhungert?“, fragte sie freundlich in die Runde.
Für unseren Freund, kam Zander mit Nudeln und einem kleinen Salat. Kräuter, Petersilie und rote Chili begleiteten den Fisch. Carlexander nahm die Kombination anerkennend zur Kenntnis, ohne daraus eine weitere Sitzung zu machen.
Er selbst bevorzugte die Riesengarnele, selbstverständlich vom Grill. Kartoffeln, grüner Spargel, Erbsen, Paprika, Zitrone und Salat vervollständigten seinen Teller. „Natürlich vom Grill“, sagte Carlexander mit der Zufriedenheit eines Katers, dessen zentrale Forderung erfüllt worden war.
Briemma stürzte sich derweil auf ihre Tagliatelle mit Trüffelcreme. Die cremige Sauce und die feinen Trüffelstreifen beanspruchten ihre volle Aufmerksamkeit. Carlexander erkannte rechtzeitig, dass jede Analyse dieses Gerichts bereits an Briemmas Appetit scheiterte.




Nach den Hauptspeisen wurde es kurz ruhig, bevor ein italienisches Geburtstagsständchen durch das Restaurant schallte. Fabio brachte den Nachtisch mit einem kleinen Fischfeuerwerk, und die Gastgeber gratulierten herzlich. Briemma fand das ausgesprochen lieb und wäre vor Verlegenheit dennoch am liebsten im Boden versunken.
Sie sah Carlexander an und fragte: „Da bist du doch wieder schuld!“ Fabio sprang sofort ein und erklärte: „Nein, das kommt vom Herzen aus der Küche.“ Carlexander nahm die Entlastung mit würdevoller Unschuld entgegen.

Anschließend fielen Mutti und Briemma gemeinsam über das Krokant-Parfait her. Der Freund des Hauses widmete sich dem Tiramisu mit Beeren und Minze. Die Verteilung der Nachspeisen funktionierte damit ähnlich zuverlässig wie Fabios Getränkeservice.
Carlexander vernaschte das Affogato al Limoncello. Die cremige Nachspeise mit Früchten und Minze traf seinen Sinn für ein gepflegtes Finale. Er behandelte jeden Löffel mit jener Konzentration, die er sonst nur wichtigen Lagebesprechungen gönnte.
Bald war auch vom Krokant-Parfait kaum noch etwas übrig. Ein paar Blaubeeren, Minzblätter und Saucenreste markierten das erfreuliche Ende der Angelegenheit. Briemma und Mutti brauchten dafür weder Strategiepapier noch Nachbesprechung.
Danach kam der Espresso frisch aus dem Siebträger in weißen Tassen an den Tisch. Sein kräftiger Duft leitete die ruhige Schlussrunde ein. „Guter Abschluss“, sagte Briemma, und Carlexander nickte ohne ergänzende Analyse.
Satt und glücklich lehnten sich alle zurück und genossen den Espresso. Mutti zog bei dieser passend unpassenden Gelegenheit noch einmal ihren Lippie nach. Carlexander richtete seine rote Brille und ließ den gelungenen Abend einfach gelten.




Zum Digestif brachte Fabio Grappa für die Damen und Limoncello für die Herren. Damit blieb auch der letzte Getränkegang angenehm vertraut. Carlexander wertete diese Verteilung als sauber organisiertes Schlussprotokoll.
Die Flasche Grappa Moscato von Terre Antiche machte bei Mutti und Briemma die Runde. Carlexander nahm seinen Limoncello mit gebührender Zufriedenheit entgegen. „Der Abschluss war strategisch überzeugend“, sagte er, und Briemma erwiderte: „Trink ihn einfach.“
Die gesellige Runde blieb noch bei den Gläsern beisammen. „Hörst du, das war aber schön“, stellte Mutti fest. Briemma stimmte ihr zu, bevor aus der Feststellung noch ein ausführlicher Rückblick werden konnte.
Die Lichterkette am Fenster und der letzte Rest im Glas gaben dem Abend einen gemütlichen Rahmen. Nach all den Vorspeisen, Hauptgerichten und Nachspeisen herrschte jene zufriedene Ruhe, die ein gutes Geburtstagsessen verdiente. Carlexander verzichtete sogar auf eine abschließende Bewertung der Portionsfolge.
So endete Briemmas Geburtstag bei Vinci als schöner und würdiger Abend in geselliger Runde. Die herzliche Begrüßung, das vertraute Essen und die liebe Überraschung aus der Küche passten wunderbar zusammen. Wir gingen satt und glücklich auseinander und wussten wieder, warum wir so gern hierherkamen.

